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25. Januar 2013 von Christoph Kilz

Negative SEO – was man dagegen machen kann

In der letzten Zeit häuften sich Berichte über „negative SEO Attacken“ (z.B. der bekannteste Fall von Noblego). Dann habe ich heute noch einen Beitrag von Seo-United gelesen, in dem einige SEOs Maßnahmen erläuterten. Fazit war: Disavow Tool nutzen (auch wenn keiner wirklich groß Erfahrung damit hat). OK dann fangen wir mal an .. (ich beziehe […]

In der letzten Zeit häuften sich Berichte über „negative SEO Attacken“ (z.B. der bekannteste Fall von Noblego). Dann habe ich heute noch einen Beitrag von Seo-United gelesen, in dem einige SEOs Maßnahmen erläuterten. Fazit war: Disavow Tool nutzen (auch wenn keiner wirklich groß Erfahrung damit hat).

OK dann fangen wir mal an .. (ich beziehe mich hier nur auf „Bad Links“)

First Contact:
…gab´s durch Andre und dem schon erwähnten Noblego Eintrag. Hier sah alles danach aus, als würde ein Konkurrent sein Unwesen treiben.

2 Tage später ist uns dann zum ersten mal, bei unserer Seite Folgendes aufgefallen:
Diese Seite übersetzen“ direkt in den Google SERPS (der Hinweis erscheint nur bei der betroffenen Seite)

Eine Analyse von ahrefs.com zeigte dann folgendes Bild:

linkanstieg

 

Was für ein Anstieg .. und das seit Anfang Januar, genau wie bei Noblego. Aber: keine Veränderungen im Ranking! (bis heute)

 

Das bringt 3 Dinge mit sich:

  1. Noblego ist meiner Meinung nach kein Opfer eines Konkurrenten, sondern eines SEOs (Warum sollte jemand ein unpopuläres SEO Thema wie Zigarren „attackieren“?)
  2. Derjenige muss sich sehr gut in der deutschen Szene auskennen -> bei uns wurde nur eine Unterseite mit Links bombardiert und es ist eines der „Keys“ im Gutscheinbereich
  3. Gibt es noch weitere Opfer?

Punkt 3 kann man sehr schnell mit einem Screenshot belegen:

opfer-links

Auch in Foren wird sich schon gewundert, was bedeutet dieses „Diese Seite übersetzen“ und wo kommt es her:
Sorry Jungs .. aber ihr wurdet gelinkt verlinkt

 

 

 

Ok nun wissen wir was los ist, aber was kann man tun?

1. wie immer beim SEO, nicht in Panik verfallen
2. bevor Ihr das Disavow Tool oder reconsideration Request Tool verwendet, schaut nach ob sich Rankings schon verändert haben

-> Was kann es bedeuten, zu schnell diese Tools zu verwenden:

  • die „schlechten Links“ werden eh von Google ignoriert und nun werden die eigenen Links unter die Lupe genommen
  • Ihr investiert eine Menge Zeit ins tägliche Reporting der Links (ohne wirklich zu wissen, was passiert), die Ihr in sinnvollere Maßnahmen stecken könntet

Ich meine .. Google wird sicherlich merken „Oh etliche Seiten in den Top 10 werden schlecht verlinkt, hier müssen wir was machen“ bzw. funktionieren meiner Meinung nach die Filter besser als einige annehmen.

3. Überlegen wir mal was Links eigentlich sind: „Verweise auf entsprechende/passende/qualitative Inhalte

Warum dann nicht einfach schauen, dass euer Content unantastbar ist (damit meine ich nicht von 300 auf 3000 Wörter erhöhen), halt einfach das Layout so umzusetzen, dass die User gut zurechtkommen und Informationen so aufbereiten, dass sie einen Mehrwert darstellen und man diesen schnell erkennt. Features einbauen! (auch hier meine ich nicht 1 Bild + Text in 3 Abschnitte unterteilt) Seid kreativ! Steckt Liebe und Engagement in die Seiten.

4. Wenn es eine Seite wirklich erwischt hat (über einen längeren Zeitraum), kann man folgende Schritte angehen

  • es betrifft eine Unterseite mit keinen selbst gesetzten Links -> 404 setzen -> Seite neu aufsetzen (keine Weiterleitung! und Punkt 3. beachten) und intern alle Links austauschen
  • es betrifft eine Unterseite mit selbst gesetzten Links -> Seite neu aufsetzen (301 Weiterleitung! * und Punkt 3. beachten) und intern+extern alle Links austauschen (testen) -> sollte die schnelle und einfache Variante nicht klappen wie Schritt 1 und Links händisch Stück für Stück nachbessern
  • betrifft es die komplette Domain, würde ich hier schauen ob es Onpage größere Mängel gibt, diese beseitigen -> sollte es dann keine Veränderungen geben -> Weiterleitung auf eine saubere neue Domain (wenn es das Projekt und die eigene Logik zulässt)

 

Fazit:

Reagiert nicht über (solang es keine extremen Veränderungen gibt), überwacht auch andere betroffene Seiten und schaut, was passiert (nur weil sich Rankings ändern, heißt das nicht, dass die Links daran Schuld sind). Versucht mit eurem „Tagesgeschäft“ der Seite weiterzumachen, diese fit und hochwertig zu halten.

 

* 301 Weiterleitungen haben schon immer gut bei Linkbuilding-Fehlern / Filtern geholfen

4 Kommentare zu „Negative SEO – was man dagegen machen kann“

  1. Martin sagt:

    Es würde mich extrem wundern wenn Noblego negative Erfahrung mit Google machen sollte. Die Seite ist mittlerweile so gefestigt, da bringen die 1000 schlechten Links die Seite definitiv nicht ins Wanken. Abgesehen davon können Sie mit dem Disavow Tool alles wieder ins rechte Licht rücken.
    Die ganzen Links aus den Beiträgen darüber bleiben, sprich Noblego hat gewonnen statt verloren. Da ging die Attacke des Feindes wohl ganz klar nach hinten los :)

  2. Offen ist für mich, ob es sich überhaupt um negatives SEO handelt. Vermutlich handelt es sich „nur“ um einen gut gemachten Linkbait. In Summe ist Noblego gemäß dem Motto die Masse steht immer auf der Seite des (scheinbaren) emotionalen Verlierers, als Gewinner aus der Sache hervorgegangen. Noblego gegen den unbekannten hinterhältigen Goliath.

    Der Noblego betreuende SEO ist der in der Szene auch kein Unbekannter. Hut ab.
    Gut gemacht.

  3. […] Zusammenfassung der Argumente beider Gruppen gab es vergangene Woche von Sascha Blank.   Christoph Kilz beobachete den Zusatz “Diese Seite übersetzen” in den Suchergebnissen als Indikator […]

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